A U G E N B L I C K E

Eine Fotoaustellung

PORTRAITS UND BILDERGESCHICHTEN

Das Fotografieren von Portraits und Personenszenen auf der Straße ist für mich besonders reizvoll. Der kurze Moment, also die wenigen Augenblicke, die mir  für eine Aufnahme zur Verfügung stehen, ist dann die Herausforderung. Ein nächster Schritt ist nun, zu dem betreffenden Menschen eine persönliche Nähe herzustellen und gleichzeitig die gebührende Distanz zu wahren.
Mein Ziel und Wunsch ist, dass meine Bilder eine eigene Geschichte erzählen und damit  mehr zeigen als nur das äußere Abbild eines Menschen. In dieser Ausstellung präsentierte ich 12 Fotografien aus sieben Ländern. Ein Portrait, fotografiert im nächtlichen Bangkok, ein Straßen-musiker aus Sotchi (Russland), eine Manga-Figuren-Darstellerin aus Tokio und ein englischer Fußballfan gehören genauso dazu wie eine männliche thailändische Schönheitskönigin oder ein Schauspieler der Zulu Theatergruppe. Das Foto einer  Rockszene vom Orscheler Sommer war als Hommage an meine Heimatstadt gedacht.
Jedes meiner Bilder erzählte dem Betrachter eine ganz individuelle Geschichte. Aber zusätzlich  präsentierte ich zu jeder Fotografie interessante Hintergrundinformationen. Denn wer weiß schon, dass zur schönsten Frau Thailands einmal ein Mann gewählt wurde, oder wer kennt die interessanten persönlichen Motive der japanischen Manga-Figuren-Darsteller. 
Die Vernissage und mein Vortrag "Bildergeschichten" fanden am 21. September 2019 statt.
Ort der Ausstellung war das Artcafé MACONDO, Strackgasse 16, 61440 Oberursel.

ORSCHELER SOMMER  - Eine Hommage

Der Orscheler Sommer ist ein nicht-kommerzielles Sommer-Kulturpro-gramm in der Stadt Oberursel. Es erfreut sich seit 1985 großer Beliebheit.  Veranstalter ist der Verein Kunstgriff. Präsentiert werden in jedem Jahr vielfältige Veranstaltungen wie z.B. Open-Air-Kinos, Konzerte, das Fischer-stechen, Streetsoccer, Kasperltheater, Kinderflohmarkt, Karaoke, Fuß-gängerrallye, Akrobatik, Skate Days und vieles mehr.

THAILÄNDISCHE SCHÖNHEITSKÖNIGIN  - Männer, Frauen und mehr

Im Jahre 2009 war die schönste Frau Thailands ein Mann. Vor 15 Millionen Fernsehzuschauern wurde Sorrawee Nattee, einst als Mann geboren, zur schönsten Frau des Landes gewählt.
Schönheitswettbewerbe haben in Thailand eine lange Tradition und finden auch an den entlegensten Orten statt. Dieses Portrait fotografierte ich in dem kleinen Dorf Nong Kon Si im Norden Thailands, im Isaan. In einem Friseursalon bereiteten sich die Damen und Herren intensiv, das heißt mit unzähligen Schminktöpfen und riesigen Schwaden von weißem Puder, auf ihre Teilnahme an einem Schönheitswettbewerb vor.
Katoeys, so werden Transsexuelle in Thailand bezeichnet, scheinen in diesem gläubigen und konservativen Land gut integriert. Der Soziologe Richard Totman benennt in seinem Buch "The third sex" als einen Grund,
dass bereits in den ersten buddhistischen Niederschriften nicht zwei, sondern vier Geschlechter genannt würden: Männer, Frauen, Herm-aphroditen und Katoeys – also biologische Männer, die sich seit ihrer Kindheit als Frauen fühlen.

STRASSENSZENE IN FRANKFURT AM MAIN  - Wer ist hier was?

Christophers Street Day in Frankfurt am Main.  Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und andere  demonstrierten für die Akzeptanz und Gleich-berechtigung sexueller Minderheiten. 
Das CSD-Motto soll daran erinnern, dass vor 50 Jahren Besucher der Homo- sexuellen-Kneipe "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street Ziel von Razzien und polizeilichen Repressalien gewesen sind. "Wir haben be-reits viel erreicht, sind aber noch lange nicht da, wo wir sein wollen", heißt es im Programmheft des CSD Frankfurt.

GEIGENVIRTUOSE IN SOTCHI - Weltklassemusik auf der Straße

Musiker, die in Russland in den großen Konzertsälen oder Opern-häusern spielen, sind sehr oft staatliche Angestellte und verdienen deshalb entsprechend wenig. Das Musizieren auf den Straßen und Plätzen einer Stadt, wie hier in Sotchi, ist für sie notwendig, um ihr Einkommen aufzubessern. Deshalb werden den Passanten auf der Straße nicht selten hochwertige Musikerlebnisse von wahren Könnern geboten. Wenn jedoch ein Zuhörer die durchaus konzertante Atmos-phäre stört, wird er mit einem strengen Blick zur Ordnung ermahnt.

DARSTELLERIN EINER MANGA-FIGUR IN TOKIO - Spontan, Impulsiv, Frei

Mangas sind japanische Comics, ähnlich wie bei uns die Micky Maus.  In Japan haben sie jedoch eine wesentlich größere Bedeutung. Sie er-scheinen in gigantischen Auflagen und werden fast nur in Schwarz-Weiß gedruckt. Von einer Serie gibt es unendlich viele Folgen und die Hefte bzw. Bücher sind meist sehr seitenstark. Wenn ein Heft ausgelesen ist, wird es meist gleich weggeworfen. Übrigens werden sie entsprechend der japanischen Schreibweise von hinten nach vorne gelesen.
Viele Japaner leben förmlich mit ihren Manga-Figuren und -Helden. Kürzlich hat ein junger Mann eine gezeichnete Figur geheiratet. Wird das Wort Manga  übersetzt, bedeutet die erste Silbe  „spontan“, „impulsiv“, „ziellos“, „unwillkürlich“, „bunt gemischt“, „ungezügelt / frei“, „wunderlich / skurril“ und „unmoralisch“, die zweite Silbe bedeutet „Bild“. Die Welt dieser Figuren bietet vielen Japanern die Chance, aus einer sehr engen, über-mäßig geordneten Gesellschaft auszubrechen und damit eine eigene, originelle Identität anzunehmen, die ihnen die japanische Gesellschaft nicht gewährt.  Deshalb sind diese Figuren oft Fluchtpunkte aus dem normalen Alltag und werden gerne auch von sehr bürgerlichen Menschen, also ganz seriösen Angestellten usw., in ihrer Freizeit realistisch nachgestellt.

In der Innenstadt von Tokio, speziell in der Takeshita Straße (Harajuku Viertel), sieht man jedem Samstag viele Menschen, junge wie alte, die mit extrem ausgefallener Kleidung und Mode oder dem Nachstellen der Manga-Figuren ihren Ausbruch aus dem Alltag als Freizeitspaß genießen.

SURIWONG  POONAKAOW

Der Isaan, im Nordosten des Landes gelegen, ist Thailands Reiskammer. Es ist aber auch eine Region mit einer sehr armen Bevölkerung. Ein Freund von mir lebte und arbeitete einige Jahre in Bangkok und lernte dort  eine Frau aus dem Isaan kennen. Sie heirateten, und damit war der Bauer Suriwong Poonakaow sein Schwiegervater. Dieser verbrachte sein bisheriges Leben auf einem Bauernhof, wie es im Isaan unendlich viele gibt, aber deren Einfachheit jeden Europäer zutiefst erschreckt. Er bestand aus einer Holzhütte aus Ästen, gebaut auf Pfählen, zum Schutz vor Wasser und Tieren.  Davor ein zentraler Platz mit einer Feuerstelle und einem Brunnen, und das alles inmitten einiger Gemüsegärten und Felder gelegen, die gerade so eine Familie ernähren. Gegessen wurde alles, was die Natur so bietet. Pflanzen und Wurzeln jeder Art, Ratten, die in den Feldern lebten, Grashüpfer und Insekten gehörten selbstverständlich dazu wie Kröten oder Kakerlaken. So spielte sich das Leben von Suriwong Poonakaow viele Jahrzehnte in dieser Welt ab, bis seine Tochter einen Europäer heiratete.
Seine Ansprüche gegenüber dem Schwiegersohn waren stets sehr bescheiden, aber einen großen Wunsch hatte er dennoch. Einmal im Leben wollte er eine alte Freundin wiedersehen, die jetzt ca. 1200 Kilometer von seinem Heimatdorf  entfernt lebte. Also machte sich eines Tages die gesamte Familie mit einem Kleinbus auf die große Fahrt, die ungefähr vier Tage dauern sollte. Ich durfte sie begleiten.
So fuhren wir Stunden um Stunden durch die recht eintönige Landschaft der Reisfelder, die noch nicht grün waren, überquerten dicht bewachsene Hügelketten oder holperten über ausgefahrene Dorfstraßen. Suriwong saß stets auf der linken Seite des Buses, hatte eine große gestrickte Zipfelmütze auf dem Kopf und einen dicken Wollschal um den Hals. Er sprach kaum ein Wort, während sein Blick auf die Welt,die da draußen vorbei zog, gerichtet war. Der Ausdruck seiner Augen erinnerte mich an ein Kind, das sich auf den Weg gemacht hatte,die Welt neu zu entdecken -

erstaunt, neugierig, fragend.

Für unsere Übernachtungen hatten wir Hotels gebucht, die einem gehob-enen touristischem Standard entsprachen. Aber an jedem Tag, direkt nachdem wir unseren Bus abgestellt hatten, suchte Suriwong seinen Platz für ein Feuer. Stets lag dieser so weit von den hell erleuchteten Gebäuden entfernt, dass er vom Hotel aus nicht wahrgenommen werden konnte. Dann  sammelte er trockene Äste, stapelte und entzündete sie, bis die Flammen hell loderten. Wir alle brachten unser Essen aus dem Hotelrestaurant mit und setzen uns im Kreis zu ihm. Suriwong saß mir gegenüber, der Feuerschein beleuchtete sein Gesicht. Er blickte in sich gekehrt, aber wirkte sehr entspannt. Und ich hatte den Eindruck, dass er lächelte.  Denn nach den vielen zurückgelegten Kilometern und ereignisreichen Bildern eines Tages war er jetzt hier wieder eins mit der Natur und so zu Hause angekommen.

SÜDAFRIKA - DAS TAL DER 1000 HÜGEL - Schauspiel der Zulus

In Südafrikas Provinz KwaZulu-Natal, unweit der Stadt Durban,  befindet sich das König-reich der Zulu. Die abwechslungsreiche Landschaft des Tales ermöglicht diesem Stamm seit Jahrhunderten, weiterhin ihre einzigartigen Traditionen  zu pflegen und  zu leben. So findet man hier entspanntes Landleben, kombiniert mit einer alten, indigenen Kultur. In einem der Zulu-Dörfer kann man die typisch afrikanischen Tätigkeiten eines Bantu-Volkes beobachten und zu bestimmten Zeiten eine Theaterveranstaltung an-schauen. Sie wird  in der traditionellen Körperbemalung und Kleidung aufgeführt und gewährt einen interessanten Einblick in die Kultur dieses Volkes.

MONELLA CASPAR - Ein Wesen., mal Elfe, mal Göre

Monella Caspar ist die weibliche Hälfte des Show-Duos „Schwarzblond“ aus Berlin. Drei Wochen lang gestalteten Monella und ihr Partner Benny Hiller auf der MS Artania faszinierende Abendshows.  Und täglich waren sie für mich  liebe Kollegen, mit denen man sehr gerne seine Zeit verbrachte.
Monella Caspar lebte einige Jahre in Italien, absolvierte in Rom eine Mode-schule und machte sich einen Namen als Modedesignerin für Filmregisseure und Schauspieler. Sie arbeitete u.a. für Fellini - er nannte sie die junge Guiletta Massina - für Romy Haag, Katharina Thalbach und Nastassja Kinski.
In der ZDF-Serie Mona Lisa wurde einmal ein Portrait über sie gesendet, das sie wie folgt beschrieb: "Erstaunlich ist die Wandelbarkeit dieses zierlichen Energiebündels. Sie hat genau das, was man Ausstrahlung nennt. Als Wesen mal Elfe, mal Göre, bezaubert sie als blonder Teil von Schwarzblond bei ihren vielumjubelten Auftritten das Publikum.“

SHOWTIME AUF DER MS ASTOR  -Sind Fotografen Voyeure?

Auf fast allen Kreuzfahrtschiffen ist nach dem Dinner Showtime angesagt.  Künstler aus vielen Ländern der Welt gestalten dann das Programm. Für viele der betagten, meist männlichen Herrschaften stellen dann die jungen Tänzerinnen begehrenswerte Fotomotive dar.
Das Besondere an dieser Situation war für mich, dass der Herr, der mir gegenüber saß, seine Kamera nie nach oben gerichtet hatte, also auf die Gesichtshöhe der Tänzerinnen, sondern stets in der Position auf den Rocksaum des Kostüms. Und so positionierte ich meine Kamera eben-falls in gleicher Höhe und löste aus. Die Folge war, dass sich nun zwei fotografische Voyeure, der Herr und ich, unter den Röcken der Showgirls begegneten.

NÄCHTLICHE BEGEGNUNG IN BANGKOK  -  Skurril

Bangkok, gegen 1.00 Uhr nachts. Ich war auf dem Heimweg zu meinem Guest-house in der Khao San Road. Kurz bevor ich die helle und laute Amüsiermeile erreichte, musste ich noch eine kleine, wenig beleuchtete und absolut ruhige Seiten-straße durchqueren. Zunächst fast unhörbar, aber dann eindeutig, nahm ich das leise Quietschen eines Fahrrades wahr. Die Töne kamen näher, wurden klarer, stärker, schriller. Jetzt waren sie direkt hinter mir. Ich drehte mich um.
Die Maske, die sein Gesicht verdeckte, erinnerte an arabische Gesichtszüge. Wort-los blickte er mich durch die schmalen Sehschlitze an. In seinem Mundwinkel, eingeklemmt in die Maske, hing eine brennende Zigarette. Dann hob er seinen Zeigefinger zu dieser typischen Stinkefinger-Geste. Fasziniert blickte ich auf seinen extrem langen Finger, den er nun in die Luft streckte. Angst ja, aber dieses Bild des absolut ungewöhnlichen Fingers rettete mich vor Panik. Ruhig und sehr langsam stellte ich meinen Rucksack auf die Straße,  öffnete ihn, zog meinen Fotoapparat und das Blitzgerät heraus, schob den Blitz auf die Kamera, fixierte mein Gegenüber im Sucher und löste aus. Keine Reaktion von ihm. Auf seinem Fahrrad sitzend, hatte er sich mit einem Fuß an der Kante des Bürgersteigs fixiert und verharrte so. Zwei, drei, viele Male erleuchte nun das Licht des Blitzes die skurrile Szenerie. Jetzt gab es kein Gegenüber mehr, keinen bedrohlichen Fremden, mein Denken war in die Welt meiner rasch aufeinanderfolgenden Bilder geflüchtet.
Wortlos wie bisher unsere gesamte Begegnung ja ablief wollte ich ihm  - für mich schien  jetzt eine Ewigkeit vergangen -  auf dem Display der Kamera mein Werk zeigen. Mit offensichtlich irritiertem Blick schaute er mich an. Schnell drehte er den Kopf nach vorne, um dann sehr kraftvoll in die Pedale seinen Rades zu treten. Mir kam es ein wenig wie eine Flucht vor. Und recht schnell wurde nun das Quietschen seines alten Fahrrades nur ein leises Geräusch, das allmählich in der  Ferne verschwand.

STRASSENMUSIKER IN THAILAND  -  Der Marketingexperte

Unterwegs im Norden Thailands. Faszinierende Bergpanoramen laden immer wieder zu einem Halt auf den dazu vorgesehenen Parkplätzen ein. Ein kurzer Stopp zum Foto-grafieren ist jetzt und hier gerade richtig. Auf einer  Seite des Platzes steht ein kleiner, allerdings schon leicht verfallener hölzerner Unterstand, der vor der sengenden Mittags-sonne schützen soll. Darunter hat ein älterer Mann auf einem großen Stein Platz ge-nommen. In seiner Hand hält er ein Musikinstrument, wohl eine Lyra.
Als ich aus dem Auto steige, schaut er mich freundlich lächelnd an. Zunächst foto-grafierte ich einige Landschaftsbilder, dann setze ich mich zu ihm und deute ihm an, er möge mir doch auf seinen Musikinstrument etwas vorspielen. Er nickte, aber er setzt auch nicht an, seiner Lyra nur einen Ton zu entlocken. So sitzen wir eine ganze Weile zusammen und ich genieße den Blick auf die herrliche Landschaft. Zwischenzeitlich halten immer mal wieder Autos mit Touristen zu einem kurzen Fotostopp. Zu den Landschaftsbildern gehört natürlich dann auch ein Bild meines Musikanten. Dafür werfen sie ihm einige Baht-Scheine in seinen Hut. Einen Ton von seiner Leier hatte ich bisher noch nicht gehört.
So schaute ich mir ein wenig kritischer sein Streichinstrument an. Nein, von diesem vielleicht nett gestalteten Holzstück mit einem verrosteten Draht war sicher keine Musik mehr zu erwarten. Doch welcher Tourist hätte hier einen Bettler fotografiert und ihm Geld dafür gegeben, während das Bild eines landestypischen Lyra-Spielers vor dieser Bergkulisse  jedes Fotografen-Herz höher schlagen ließ.
Lachend schüttelte ich ihm die Hand, warf ihm eine großzügige Gage für mein Foto in seinen Hut und sagte auf deutsch, von dem er sicher kein Wort verstand: "Nein, du bist kein Lyra-Spieler, aber ein guter Marketingexperte." Und während er mich mit einem hintergründigen Lächeln verabschiedete, hatte ich den Eindruck, dass er leicht nickte.      

OBSTVERKÄUFER IN ALEXANDRIA - Außenwelt und Innenwelt

Kreuzfahrtschiffe legen oft in Hafengebieten an, die den Passagieren so gar nicht gefallen. Denn sie müssen sich dann durch eine unwirkliche, schmutzige Gegend auf einen längeren Fußweg zur Innenstadt begeben. So war auch der Weg in Ägypten, vom Hafen in die Innenstadt von Alexandria, für viele Gäste eine Herausforderung. Auf der Straße drängelten unzählige Händler, die sehr lautstark und manchmal recht aggressiv alles Mögliche, von Souvenirs bis Lebensmittel, anboten. Zusätzlich säumten Abfälle jeder Art die Straßenränder. Ein Chaos also, das Angst einflößen konnte.
Nachdem ich das Schiff verlassen hatte und bereits einige  Schritte gegangen war, kam ich an einen überdachten Verkaufsstand, der regel-recht überladen war mit den unterschiedlichsten Obstsorten. Aus dem Halbdunkel schaute mich ein Mann an, dessen Gesichtsausdruck, die Aussage seines Blickes sowie seine Haltung, die er mir entgegen brachte, einen absoluten Kontrast zu der chaotischen Welt darstellte, die uns umgab. Seine Ruhe, gepaart mit einer, wie ich meine, klugen inneren Gelassenheit, aber im Blick durchaus auch eine kindliche Neugierde, faszinierten mich.

FUSSBALLFAN IN ENGLAND - Engagement mit Weltklasse

Großbritannien gilt als Mutterland des modernen Fußballs. 1857 wurde hier mit dem FC Sheffield der erste Fußballclub der Welt gegründet. In den meisten Stadien, auch der kleinen Vereine, herrscht auch noch heute eine grandiose Atmosphäre, die Wochenende für Wochenende Fans und Besucher anzieht.  So war es auch in Liverpool, als wir, von dem Kreuz-fahrtschiff kommend, mit dem Bus an einem kleinen regionalen Station vorbei fuhren. Es fanden sich dann genügend Fußballbegeisterte, die einen kurzen Stopp durchsetzten. Was wir erlebten,war das Spiel von zwei Vereinen, die in der englischen Liga bestimmt nicht die ersten Plätze belegten, aber deren Fans mit ihrem wilden Engagement Weltklasse boten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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